| Wussten sie schon, dass
die Rebblüte auch duftet?

Bei
"Blüte" im Sommer denken Sie vielleicht an zarte
Rosen oder leuchtenden Klatschmohn - aber wer hat schon blühende
Reben gesehen?
Die Rebe hatte bereits den größten Wachstumsschub im
Mai und nun werden alle Anlagen für die späteren Trauben
angelegt: sichtbar kleine, stecknadelgroße Beeren mit kleinen
gelben Fädchen. Botanisch gesehen gehört die Rebblüte
- auch Gescheine genannt zu den Rispen. Am Ende der Verzweigungsstelle
sitzen die einzelnen Blütchen, deren Zahl je nach Sorte bis
zu 200 Stck. sind. Diese Blüten sind meist " zwittrig",
d.h. am gleichen Blütchen befinden sich weibliche und männliche
Geschlechtsorgane. Die ganze Blüte wird von den grünen
Kronblättern umhüllt, die beim Aufblühen als Käppchen
abspringen. Dieser Vorgang ist nur beim genauen Hinsehen zu entdecken
und dauert ca. 3- 7 Tage. Die sehr warme Witterung der vergangenen
Wochen hat zu einer sehr gute Entwicklung der Reben geführt
- damit ist ein wichtiger Abschnitt in der Entwicklung und für
die spätere Qualität des Weins abgeschlossen.
Nach der Blütezeit beginnt für uns eine sehr arbeitsintensive
Zeit. Zwischen Juli und August wächst eine sehr starke Laubwand
in unseren Weinbergen heran, die durch sogenanntes " Heften
der Triebe" in Form gehalten werden muss. Unsere geschulten
Mitarbeiter sind nun damit beschäftigt, die zahlreichen Triebe
immer wieder zwischen die Drähte zu stecken, damit sie nicht
durch den Wind abbrechen.
Diese gesunde, grüne
Laubwand, ist für die Nährstoffbildung in den Blättern
sehr wichtig. Hier wird der Zucker gebildet, den die Reben zuletzt
in die Trauben einlagern.
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